Westindien



Indiens Westen - Entspannung in Goa

Pulsierndes Tempo und farbenprächtiger Lebensstil vereinen sich in den vier westlichen Bundesstaaten Maharashtra, Gujarat, Madhya Pradesh, und Goa. Suchen Sie sich das Beste aus, das Indien in diesen vier Staaten zu bieten hat:Tempelstädte, kilometerlange goldene Strände, weite Baumwoll und Sonnenblumenfelder, kunstvolle Handarbeiten, jahrhundertealte Kunst und filigrane Architekturen. Das Erbe tausendjähriger Religion prägt die Skulpturen und Höhlenmalereien.

Das Land ist reich an Naturschutzparks und Vogelreservaten sowie seltener Fauna und Flora. Erholsame Höhenkurorte lassen die Hetze des 20. Jahrunderts vergessen. Und überall werden sie der besonderen Gastfreundschaft begegnen, die Westindien so liebenswert macht. 

Mumbai (Bonbay) ist das traditionelle Tor zu Indien und überwältigt die Besucher mit seiner Energie, die durch die hoffnungslos verstopften Straßen strömt. Eine Stadt die vom Handel lebt, ein Zentrum viktorianischer Baukunst mit faszinierenden Lebensmittelmärkten und Gewürz-, Antiquitäten- und Schmuck-Bazaren. In Mumbai (Bombay) befindet sich auch das Zentrum der größten Filmindustrie der Welt, das deshalb oft als "Bollywood" bezeichnet wird.

Ein atemberaubendes Erlebnis erwartet Sie östlich von Mumbai (Bombay) in der trockenen Dekkan-Ebene, wo sie die sagenhaften Höhlentempel der Hindus in Ellora und die legendären Wandmalereien und Skulpturen der Buddhisten in Ajanta besichtigen können, die bis in das zweite Jahrhundert vor Christus zurückreichen.

Nördlich von Mumbai (Bombay) liegt Gujarat, ein noch unberührter Staat voller farbenfroher Märkte und Feste Besuchen Sie die außergewöhnliche Hauptstadt Ahmedabad und den von Gandhi gegründeten Ashram. Wenn Sie dann etwas wirklich Exotisches erleben wollen, sollten Sie Bhuj mit seiner phantastischen Stadtmauer besuchen. Ein Ort, der von Dezember bis Februar von nistenden Flamingos umgeben ist. Überqueren Sie die Grenze nach Madhya Pradesh, dem größten Staat Indiens, wo Sie das mächtige Fort von Gwalior und wunderschöne Wildschutzgebiete, beispielsweise in Kanha und Bandhavgarh, erwarten.

Aber der populärste Ort Westindiens ist zweifellos Goa, mit 100 km langen wunderschönen, ruhigen Stränden, die zu den verschiedensten Wassersportarten einladen und garantierte Wintersonne bieten.

Die alte Hauptstadt Velha Goa wurde von den Portugiesen gegründet und strahlt immer noch ihren eigenen Zauber aus. Man kann schon leicht der Versuchung dieses idyllischen Friedens erliegen und möchte einfach hier bleiben.

Sehenswürdigkeiten


Wichtige Orte in Westindien

Bombay (Mumbay)

Salaam Bombay! Mit diesem Willkommensgruß aus dem bekannten Film beginnt für viele Touristen der erste Tag in Indien. Und das bedeutet: Sie erleben das pulsierende, schrille Leben einer indischen Megastadt, bevor sie mit indischer Landschaft, mit Kunst und religiöser Kultur Bekanntschaft machen. Nirgendwo sind Indiens Kontraste intensiver als hier. Bombays Slums zählen zu den schlimmsten, aber am Malabar Hill gibt es angeblich mehr Millionäre als in Manhattan. Wie eine Kinokulisse umgibt einen die Hinterlassenschaft der Briten: Bahnhöfe, Museen und Postämter in einem Mix viktorianisch-neogotisch-indosarazenischer Stile. Um Tempel, Moscheen und Märkte dröhnt der Verkehr und droht Bombay in Abgasschwaden zu ersticken.

Bombay ist Indiens wirtschaftliches Zentrum. Fast die Hälfte aller im ganzen Land eingenommenen Steuern sollen hier gezahlt werden. Aber bisher ist noch jede Stadtverwaltung mit ihren Versuchen gescheitert, Massenelend und Wohnungsmangel, Prostitution und Kriminalität wirksam einzudämmen.12 Mio. Menschen leben offiziell in der bevölkerungsreichsten Stadt Indiens. Weitere 3 Mio. pendeln regelmäßig aus den Vororten. Früher wohnten auf den Inseln Kolis, Fischer, die sich als Hilfsarbeiter verdingen mussten und dann Kulis genannt wurden.

1534 überließen Muslimfürsten die Insel Salsette und sieben weitere unbedeutende sumpfig-salzige Inseln den Portugiesen. Sie nannten ihre neue Besitzung Bom Bahia, »schöne Bucht«, in zufälligem Gleichklang mit dem der Hindu-Göttin Mumba, die auf einer Insel verehrt wurde - daher der jetzt neu-uralte Name Mumbai für die Stadt, die sich in viereinhalb Jahrhunderten so radikal verändert hat.

1661 wurde Bombay britisch. Seither wurden die Inseln durch Landaufschüttungen zu einer großen Halbinsel verbunden - noch heute ringt man dem Meer Land ab. Kaufleute und Händler aus vielen Teilen Indiens sowie Anhänger verschiedener Religionen - Parsen, Jains, Muslime, Sikhs - siedelten sich mit den Hindus in der neuen Niederlassung an, die König Charles II. an die East India Company verpachtet hatte. Handel und Industrie boomten nach dem Bau der ersten Eisenbahn 1853. Seit der Suezkanal den Seeweg nach Indien stark verkürzt, stieg Bombay in der zweiten Hälfte des 19. Jhs. zum führenden Seehafen Britisch-Indiens auf.

Die Parsen, heute eine der kleinsten, aber einflussreichsten Religionsgemeinschaften Bombays, wanderten schon im 7. Jh. aus Persien nach Indien ein. Parsische Küche wird in vielen Restaurants Bombays angeboten. Eine Besonderheit der parsischen Kultur: Ihre Toten werden weder beerdigt noch verbrannt, sondern bei den Türmen des Schweigens nahe dem Malabar Hill ausgesetzt.

Hyderabad

Neben Bangalore und Bombay drängt Hyderabad als dritte Computer- und Softwarestadt nach vorne. Der ultramoderne Stadtteil Hitec-City wächst und wächst. Im Zentrum der 5-Mio.-Stadt südlich vom Hussainsagar, dem weiten Stadtsee mit der Buddhastatue, erinnern Paläste und Verwaltungsbauten im viktorianisch-indischen Stil an die britische Zeit. Hyderabad ist eine Stadt voller Kontraste: Zwischen orientalischen Moscheen, kostbaren Grabstätten und bunten Basaren haben Investoren einen Multiplex-Film- und Shoppingpalast errichtet, sogar eine Snow World mit alpinem Frostklima. Mitten in die Landschaft hat ein Kino-Tycoon zudem die Ramoji Film City gebaut (Besuche: Tel. 040/92 54 65 55). Dergleichen hat nicht einmal die Megastadt Bombay zu bieten.

Hyderabad wurde 1590 vom Nawab Muhammed Quli gegründet. Da das Fürstentum vor der Übermacht der Mogulkaiser auf der Hut sein musste und Muslime wie Hindus darin gleiche Interessen hatten, entwickelte sich ein friedliches Zusammenleben. Wegen des immensen Reichtums seiner Herrscher bekam der Name Hyderabad für viele einen märchenhaften Klang.

Ajanta

Das hufeisenförmige Felsrund über der tiefen Schlucht des Waghora-Flusses wählten buddhistische Mönche im 2. Jh. v. Chr. für eine Klosteranlage, die im Laufe von tausend Jahren in immer neue Höhlen in die Vulkanfelswand gemeißelt wurde. Wegen ihrer überragenden Skulpturen und noch immer farbstarken Wandgemälde mit Darstellungen von Buddha-Legenden und des höfischen Lebens der Gupta-Dynastie wurden die 29 Höhlen 1983 zum Welterbe erklärt. (Übrigens sind sie erst vor etwa zwei Jahrhunderten wieder entdeckt worden.) Beachten Sie besonders die Skulpturen in den Höhlen 1, 4, 17, 19, 26 und die Gemälde in 1, 2, 16, 17, 19. Helfer leuchten Besuchern in den Höhlen mit Taschenlampen oder mit reflektierenden Spiegeln (Di-So 9-17.30 Uhr, Eintritt 10 Dollar, manche Höhlen kostenlos). Rund 100 km nordöstlich

Daulatabad

Unter den indischen Forts des Mittelalters und der frühen Neuzeit ist die um 1340 erbaute Burg von Daulatabad (Stadt des Glücks) eine der unheimlichsten: voller tückischer Überraschungen für jeden Gegner, von eisernen Dornen über vergiftetes Wasser bis zu den dunklen, verwinkelten Stollen auf dem Weg zur Oberburg. Von dort genießen die Besucher einen herrlichen Ausblick. Übrigens zwang der damalige Sultan von Delhi, Shah Mohammed Tughluq, 1338 die Bewohner Delhis zu einer 1100 km langen Wanderung nach Daulatabad, die seine neue Hauptstadt werden sollte. Schon 17 Jahre später mussten sie sich jedoch auf den Rückweg nach Delhi machen (tgl. 6-18 Uhr). 14 km nordwestlich

Ellora

Bauen in umgekehrter Richtung: nicht Steine aufeinander türmen, sondern einen mächtigen Felsen von oben angehen und alles mühevoll wegmeißeln, was bei einem Gebäude überflüssig ist, sodass vom Felsen nur Innenraum, Treppe, Dach usw. stehen bleiben. So schufen die Mönche den kunstvoll skulptierten Kailash-Tempel, der mit 60 m Höhe als der mächtigste Monolith-Bau (aus einem Stein gemacht) der Welt gilt. Der Kailash-Tempel - der Berg Kailash ist der Sitz des Gottes im fernen Himalaya - besteht aus dem Schrein für Nandi, den Bullen Shivas, und dem Haupttempel für den Lingam, das Shiva-Symbol. Außerdem lohnend sind die Buddhistischen Höhlen Nr. 1-12, die Hindu-Höhlen Nr. 13-29 und die Jain-Höhlen Nr. 30-34. Beste Reisezeit ist Oktober bis März, beste Tageszeit ist wegen des Lichts der Nachmittag. Di-So 9-17.30 Uhr, Kailash-Tempel Eintritt 10 Dollar, Höhlen teils frei. 30 km nordwestlich

Aurangabad

Die angenehm weiträumige Stadt mit 600 000 Ew. wurde 1610 gegründet und erst später nach dem Mogulkaiser Aurangzeb benannt, der sie 1653 zu seiner Hauptstadt erhob. Aus seiner Zeit sind einige Baudenkmäler und auch sein Grab erhalten. Von der modernen Industrie- und Universitätsstadt erreichen Sie die berühmten Tempelstätten Ajanta und Ellora in Tagesausflügen. In beiden Orten gibt es nur einfache Unterkünfte.

Elephanta

Kontrasterlebnis: aus der Hektik Bombays auf eine tropisch grüne Insel wechseln. Wer die halb- bis einstündige Schiffsreise authentisch erleben möchte, besteigt nicht den Luxury Launch, sondern ein weniger touristisches Boot, und nimmt sich Zeit, um nach dem Aufstieg zu den Tempeln über die Insel zu spazieren. Die Höhlentempel, vermutlich zwischen 450 und 750 entstanden, sind die Hauptattraktion, voran der Shiva gewidmete Mahesha-Tempel. Ein mächtiges Lingam-Phallussymbol wird von acht Torhüterstatuen bewacht. Nicht einen Phallus stelle der Stein dar, kann man von modernen Hindus hören, sondern ein Energiesymbol (Abfahrt von Gateway of India von 9-15.30 Uhr). 7 km östlich

Golconda Fort

Die trutzige Festung auf einem 150 m hohen Granitberg war eine der stärksten Indiens, dreifach mit riesigen Befestigungen ummauert; die äußerste Mauer am Fuß des Hügels läuft 11 km rundum. Zu seiner heutigen Größe wurde das Fort im 16. Jh. von Sultan Quli Qutb Shah ausgebaut, als Mittelpunkt eines unabhängigen Fürstentums. Schon 1590 verlegte sein Nachfolger dann die Residenz ins neu gegründete Hyderabad. Erstaunlich ist die Akustik: Ein Händeklatschen am Balahisar-Tor ist noch weit oben in der Durbar-Halle zu hören. Hoch dramatische Sound-and-Light-Show (Nov.-Feb. tgl. 18.30 Uhr, März bis Okt. tgl. 19 Uhr, Dauer: eine Stunde). 13 km westlich

 

Feste

Der indische Kalender ist eine lange Parade von Festen. Während dieser Zeit zeigt sich Indien in seinen schönsten Farben und die Menschen sind von aufgeschlossener Natürlichkeit.

Gaumenfreuden

Das traditionelle westindische Essen ist leicht. Ein Potpourri aus Schmackhaftem, Süßem und Saurem, das im allgemeinen auf einmal in einem großen Silber-Thali serviert wird. Versuchen Sie es, und Sie werden die aufregendsten Dimensionen der vegetarischen Küche Indiens kennenlernen. Hier ändert sich das Essen mit der Saison; jede hält ihre Spezialitäten bereit.

"Khama Dhakla"' ein salziger Kuchen, schmeckt am besten zu einer Tasse Tee. "Paunk" eine Winterspezialität aus Surat, wird aus geröstetem Getreide, Jowar; gemischten Gewürzen, Knoblauch, Chutney und Zuckerbällchen zubereitet. Am besten schmeckt dazu ein Glas gesalzene Buttermilch.

"Dhansak" ist eine Spezialität der Zoroastrischen Gemeinschaft Westindiens. Lamm oder Huhn, gekocht mit Linsencurry und dazu gekochten Reis. Gute Fische und Meerestiere gibt es in Goa im Überfluß (Shrimps, Langusten, Krabben, Austern).

"Mumbai (Bombay) -Halwa", eine Süßigkeit in kräftigen, durchsichtigen Farbtönen, mit zerhackten Nüssen gefüllt und manchmal von einer dünnen Haut eßbaren Silbers überzogen. Als Dessert wird "Yoghurt Srikhand" gereicht, gewürzt mit Safran, Cardamom, Nüssen und kandierten Früchten. Dazu schmecken heiße "Pooris".

Mangos - versuchen Sie eine "Alphonso" - und Sie werden nicht mehr derselbe sein.

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