Südindien


 

Südindien, Traumstrand, Indien reisen, Rundreisen Indien

Wichtige Orte im Süden

Cochin

Als »Königin des Arabischen Meeres« glänzt die Inselstadt Cochin (1,3 Mio. Ew. mit der Festlandsstadt Ernakulam) seit Jahrhunderten. Der Reichtum kam durch Gewürze, die per Schiff nach Arabien und weiter nach Europa transportiert wurden. Cochins Naturhafen ist erst im 14. Jh. durch eine Überflutung in der Lagunenlandschaft entstanden, 1929 begann der Ausbau des modernen Hafens. Demnächst soll ein Brückenbauwerk das Festland mit den nördlichen Inseln Bolgatty und Vypen verbinden - die Fähren sind überfordert. Ein guter Platz zum geruhsamen Beobachten der ein- und ausfahrenden Schiffe ist die Bolgatty-Südspitze. Einige Kilometer weiter nördlich auf Vypen finden Sie den schönen Badestrand Cherai.

Den ältesten Teil Cochins, das Fort-Viertel auf der Insel Mattancherry, erreichen Sie wahlweise per Wagen von Süden her oder per Fähre vom Main Boat Jetty Ernakulams. Ost und West sind sich in diesem pittoresken Viertel seit jeher begegnet: Juden und Portugiesen, die im 16. Jh. hier siedelten, Holländer, die 1663 den Hafen eroberten, und Briten (seit 1796). Araber und Chinesen waren noch früher da.

Traumschön vom Meer gesäumt, zieht Fort Cochin mit seinen historischen Häusern und Gewürzspeichern, mit Gärten und alten Bäumen wie kaum ein anderer Ort Südindiens Gäste aus aller Welt an. Fotogen schweben die chinesischen Fischernetze an Hebebalken vor der Uferpromenade. Noch immer bringen sie Fänge ein.
 

Madras

Die viertgrößte indische Megastädte Madras (6,5 Mio. Ew.) zieht Touristen an, weil sie ein guter Ausgangspunkt zu Zielen an der Koromandelküste und anderswo im östlichen Teil Südindiens ist. Die Bequemlichkeiten guter Hotels verdankt man allerdings nicht einem großen Tourismusgeschäft, sondern der Rolle, die Madras als Standort der Auto-, Elektro- und Feinmechanikindustrie mit Investitionen von internationalen Multiunternehmen spielt.

Christen halten an der Überlieferung fest, der Apostel Thomas habe in Madras gewirkt, obwohl Historiker sagen, dass erst zwei Jahrhunderte später Kaufleute aus Mesopotamien in Kerala die ersten Anhänger Jesu in Indien waren. In Madras, das im 16. Jh. von den Portugiesen und vom 18. bis 20. Jh. von den Briten beherrscht wurde, sind noch einige Bauten aus dem 17. Jh. erhalten. Die Lage am 13 km langen Strand ist tropisch angenehm. Die stolzen Einwohner der Hauptstadt von Tamil Nadu sprechen Tamil und halten nichts von der Bevormundung durch die Zentralregierung im Norden. So bestehen sie auf dem Tamilnamen Chennai für ihre Stadt.

Von Madras aus sind vor allem Mahabalipuram (Mamallapuram) und Kanchipuram, Stätten indischer Hochkultur, und Tirupathi mit dem Venkateshvara-Tempel in Tagesfahrten gut zu erreichen.
 

Trivandrum

Trivandrum (Thiruvananthapuram, 850 000 Ew.), die Hauptstadt des Bundesstaates Kerala, zeigt neue Architektur und üppiges Parkgrün. Der 260 Jahre alte Padmanabhaswamy-Tempel steht nur Hindus offen. Einen Besuch lohnen der farbenfrohe Basar, die kostbaren Bronzesammlungen des Napier-Museums (Di, Do-So 10-17 Uhr, Mi 13-17 Uhr, Museum Road, beim Zoo) und das Kalaripayattu-Zentrum CVN Kalari Sangham der alten akrobatischen Kampfkunst Keralas. Die nahen Strände locken - wie der berühmte Kovalam Beach.

 

Pondicherry

160 km südlich von Madras erreichen Reisende Pondicherry (600 000 Ew.) am besten auf der Straße, denn per Bahn ist der Weg lang und umständlich. Nostalgisch-französisch mutet die Ville blanche an, die »weiße Stadt« mit ihren Kolonialhäusern und einigen französischen Schildern, mehreren Kirchen und Museen. Sie liegt zwischen dem Meeresufer und einem zugeschütteten Kanal, der den ovalen Stadtgrundriss teilte. Noch bis 1965 gehörte die Stadt zum französischen Kolonialreich. Auf der anderen Seite des Kanals ist Pondicherrys Straßenbild ganz und gar indisch. Die meisten westlichen Besucher kommen jedoch wegen des Ashrams von Aurobindo.

Belur

Mit den zahlreichen Relieffriesen, großen Skulpturen und feinen Dekors gehören die Tempelbauten von Belur (und dem nahen Halebid) zu den künstlerisch bedeutendsten Indiens. In der Hoysala-Dynastie (11.-14. Jh.) geschaffen, faszinieren sie durch die Figurenfülle und die Präzision der Darstellung.

Belur war ein Ort im Hoysala-Königreich, als diese Region für den Handel zwischen Persien und China wichtig war. Von 1116 an entstand hier der große Vishnu-Tempel Channeskeshava in 100-jähriger Bauzeit, gestiftet zur Erinnerung an einen Sieg der Hoysala-Armee gegen die Chola-Herrscher. Der Tempel ist völlig mit Figuren bedeckt. Sein sternförmiger Grundriss schafft viele Nischen und weite Fassadenflächen für Elefanten (Zeichen der Königsmacht, rund 650 Figuren!), graziöse Frauen, erotische Spiele. Selbst König und Königin sind unbekleidet dargestellt. Im weiten Hof ist die wunderbare Figur des Sonnenadlers Garuda (Symbol und »Reittier« des Gottes Vishnu) zu sehen. Für das dunkle Tempelinnere eine Taschenlampe mitbringen! 215 km westlich

Halebid

1311 wurden das Hoysala-Reich und seine Hauptstadt Halebid von den muslimischen Truppen des Delhi-Sultanats vernichtet, doch die Tempelstätte überdauerte. Der Baumeister des Tempels von Belur entwarf auch den Haupttempel von Hoysaleshvara. Dieser blieb zwar unvollendet, ist jedoch mit bis zu neun umlaufenden Relieffriesen noch reicher geschmückt: mit Szenen aus den Götterepen Ramas und Krishnas. Auch hier findet man Darstellungen sexueller Freude. Im Tempelinneren das phallische Symbol Shivas aus schwarzem Stein, draußen zwei überlebensgroße Wächter in feiner Steinschnitzarbeit. Der kleinere Vijayanatha-Tempel wurde von Jains erst im 16. Jh. erbaut, mit einem hohen Standbild des unbekleideten »Furtbereiters« Shantinatha. Nicht versäumen: die kleine, aber feine Skulpturensammlung des Archäologischen Museums (Sa-Do 10-17 Uhr). Beste Unterkunft im Taj Chikmagalur, nah bei der Stadt gleichen Namens, in schöner Landschaft, mit Pool (29 Zi. und Cottages). 230 km westlich.

Shravanabelagola

Hier heißt es Schuhe ausziehen und die 614 Steinstufen des Indragiri-Hügels hinaufsteigen, wie es die Pilger seit über tausend Jahren tun. 17 m hoch ist der aus dem Felsgipfel herausgehauene Monolith, die nackte, von Ranken umwachsene Statue des asketisch meditierenden Jain-Furtbereiters (Heiligen) Gomateshwara. Alle zwölf Jahre, das nächste Mal im Dezember 2005 oder Januar 2006, wird die Statue bei einem großen Fest mit Tausenden von Tontöpfen voller flüssigem ghee (Butterfett), Milch, Blüten und Farbe übergossen - sogar vom Hubschrauber aus. 125 km westlich

Lakkadiven (Lakshadweep)

Nur von Cochin gelangt man zu den Lakkadiven-Inseln, die mit ihren Korallenriffen 200 bis 300 km vor der Küste liegen. Zum Schutz der tropischen Umwelt und der Einwohner, die vom Kokos-Anbau und der Fischerei leben, ist der Zugang nur mit spezieller Erlaubnis gestattet, die zwei Monate vorher mit Pass und vier Passfotos zu beantragen ist. Rasch erhält man die Erlaubnis, wenn zugleich das Bangaram Island Resort der Cgh Earth Group gebucht wird wir organisieren Ihnen diesen Aufenthalt gerne zu Vorzugspreisen), die einzige Komfort-Unterkunft der Lakkadiven (maximal 60 Gäste) - in Südseehütten mit Vollpension, Tauch- und Bootsausflügen (kein TV).

Kanchipuram

Die ehemalige Hauptstadt des Pallava-Königreichs, heute kurz Kanchi genannt (200 000 Ew.), ist eine der sieben heiligen Städte Indiens. Außerdem kommt die am besten verarbeitete Seide von hier. Schon für die Pallava-Könige (6.-9. Jh.) wurde sie gewebt. Über 1000 Tempel sollen in Kanchipuram gestanden haben, heute sind es noch 124. Die Gopurams, typische südindische Tempeltürme, sind schon von weitem zu sehen. In Kanchi herrscht stets großer Andrang von Pilgern.

Die wichtigsten Tempel: Shri-Ekambaranathar-Tempel, ein Shiva-Tempel mit einem 59 m hohen Gopuram, der aus dem 16. Jh. stammt. Nicht-Hindus bleibt das Tempelinnere verschlossen, aber offen ist der Weg zum Tempelteich mit den heiligen Fischen und zum heiligen Mangobaum, der an vier Ästen vier verschiedene Mangofrüchte trägt, die die vier Veden (heilige Schriften) symbolisieren. Der Kailasanatha-Tempel, einer der ältesten, im 7. Jh. erbaut, ist ein gutes Beispiel der frühen drawidischen Kunst. Zwar sind die Sandsteinverzierungen verwittert, doch innen ist Malerei erhalten, die einen Eindruck von einstiger Pracht vermittelt. Der Tempel Dewarajaswami (Varadaraja) ist ein monumentales Beispiel der Vijayanagara-Architektur mit Löwen und anderen eindrucksvollen Steinskulpturen einer 96-Säulen-Halle (genannt Tausend-Säulen-Halle). Meist sind die Tempel zwischen 12 und 16 Uhr geschlossen.

Periyar Tiger Reserve

Das Wildreservat ist etwa 780 km² groß - ein schönes Stück Dschungel. 1934 wurde es zum Schutz wild lebender Elefanten, Tiger, Panther, Büffel und anderer Tiere eingerichtet. Bei Bootsfahrten über den Periyar-See können Sie fast immer Tiere am Ufer beobachten. Geführt dürfen Sie sich zu Fuß zu den Elefanten aufmachen, auf dem Tiger Trail auch mit Zeltübernachtung. Infos: Wildlife Information Centre im Aranya Nivas Hotel. Dieses Hotel (26 Zi., Tel. 0486/ 232 20 23, Fax 232 22 82, www.ktdc.com, €-€€) liegt direkt über dem See. Dazu gehört das exklusive Lake Palace Hote.

Chamundi Hill

Auf der Spitze des Hügels befindet sich der große Durga-Tempel Shri Chamundesvari, dessen 40 m hoher Turm nach südindischer Art mit einer Fülle farbiger Skulpturen geschmückt ist. Mehrere Nebentempel. Auf einer Terrasse am Hang steht eine monumentale Stierfigur (Nandi) aus einem Granitblock. 7 km südwestlich

Somnathpur

Der Sri-Channakeshara-Tempel, ein Hoysala-Tempel (13. Jh.) mit sternförmigem Grundriss, hat drei Schreine für verschiedene Inkarnationen Vishnus. An den Außenwänden meisterliche Reliefs. 33 km südöstlich

Srirangapatnam

Die Flussinsel erinnert an Tipu Sultan und seinen Widerstand gegen die Briten - sein Gegner war der Duke von Wellington, der später in Waterloo Napoleon besiegte. Festungsmauern, Sommerpalast mit interessantem Museum (Sa-Do 9-17 Uhr), Mausoleum, auch dörfliches Leben und Hindu-Heiligtümer. 12 km nördlich

Chidambaram

Der Nataraja-Tempel überwältigt durch seine Größe und die wuchtige Höhe seiner vier Türme (Gopurams). Zwei davon sind dicht besetzt mit einem Figuren-Bildkatalog von 108 Posen des kosmischen Tanzes. Der Gott Shiva, dem der Tempel (10. Jh.) geweiht ist, verkörpert tanzend die dynamische Kraft des Feuers. Gesangs- und Trommelrituale steigern den Eindruck (tgl. von Sonnenaufgang bis 12 und 16-21 Uhr).

Swamimalai

Der kleine Ort inmitten eines ländlichen, parkartigen Grüns ist berühmt für seine Bronzegießer mit tausendjähriger Tradition. Zudem ist er ein günstiges Standquartier für Exkursionen zu den großen Tempeln der Chola-Dynastie (z. B. Chiddambaram) mit herrlichen Skulpturen wie auch zu den ursprünglichen Dörfern des Cauvery-Deltas, einer Korn- und Reiskammer Indiens. Bestes Standquartier: das Sterling Resort Swamimalai, idyllisch und umweltfreundlich, mit Bungalows (AC), Ayurveda, Musik- und Kulturprogramm sowie vorzüglicher Küche

Kanyakumari

Der Ort, an dem ein Subkontinent endet und nach Süden bis zur Antarktis nur noch der Ozean wogt, hat etwas Faszinierendes. Stätten besonderer Verehrung entstanden in Kanyakumari (Cape Comorin), und die naturgegebene Feierlichkeit ist auch durch enge Bebauung mit Hotels und Gästehäusern sowie starkem Pilgertourismus nicht totzukriegen. Der Tempel der jungfräulichen (kanya) Göttin Kumari steht an der Südspitze (für Nichthindus meist kein Zutritt). Empfehlenswert ist die Überfahrt auf kleinen Barkassen zu einer vorgelagerten Felsklippe, auf der der große indische Philosoph und Erneuerer des Hinduismus Swami Vivekananda (1863-1902) eine imposante Gedächtnisstätte erhielt (er hatte dort meditiert). Tempelsäulen wurden über einem Fußabdruck der Göttin Kanya Kumari errichtet. Ca. 100 km südöstlich


Sehenswürdigkeiten



NORDINDIEN

Punjab
Haryana
Delhi
Himachal Pradesh
Rajasthan
Jammu & Kashmir
Uttarakhand
Uttar Pradesh

OSTINDIEN

Goa
Maharashtra
Gujarat
Madhya Pradesh
Chhattisgarh
Daman & Diu
Dadra & Nagar Haveli

SÜDINDIEN

Kerala
Tamil Nadu
Puducherry
Lakshadweep
Karnataka
Andhra Pradesh
 

WESTINDIEN

Bihar
Sikkim
Andaman and Nicobar Islands
Arunachal Pradesh
Assam
Nagaland
Manipur
Mizoram
Tripura
Meghalaya







Zahlen und Fakten 


Kultur Indien


Sprachen Indien


Visa Indien

       


Nationalparks Indien


Stichwort Indien


Reisemedizin Indien


Religion Indien

       


Regionen Indien


Geld & Währung


Geschichte Indien


Bildergalerie



© 2010 www.adventureferien.com - BORTOLOTTI & PARTNER WEBDESIGN BORTOLOTTI & PARTNER WEBDESIGN - homepage massgeschneidert