Nordindien, am Fuss des Himalaya
![]() Taj Mahal |
der Zauber von Nordindien wird Ihnen unvergessen bleiben!
Das Himalaja-Gebirge, das Dach von Asien, ist das mächtigste Gebirge der Welt. Hier finden Sie nicht nur die höchsten Berge der Erde, nein - auch das berühmte „Valley of Flowers“, bewaldete Hügel und Wasserfälle: Das Paradies für Trekking, Skifahrer, Drachenflieger und River-Rafting.
Am Fusse des Himalaja-Gebirges liegen die weiten, fruchtbaren Ebenen, wo der heilige Ganges durch die zeitlosen Städte fließt. Im nahmen „Rajasthan“ eröffnet sich eine strahlende Wüste mit Palästen, Tempeln und märchenhaften Hotels.
Eine 5000-jährige Kultur - Arier und Mogulen bis zu britischen Kolonialherren - haben den Norden, das zauberhafte Mutterland Indiens, geprägt.
Wichtige Ortschaften in Nordindien
Agra
Die 220 km von Delhi nach Agra (ca. 1,4 Mio. Ew.) und zurück lassen sich mit Schnellbahn, Flugzeug oder Bus sogar an einem Tag bewältigen. Allerdings erschließt sich die Schönheit des Taj Mahal am besten im wechselnden Licht eines ganzen Tages. Agras Verkehrsgedränge kostet den Besucher noch mehr Zeit als in anderen Großstädten. Soll man der Versuchung folgen, auf andere Sehenswürdigkeiten zu verzichten, und sich ganz auf das Taj Mahal konzentrieren?
Östlich vom Stadtkern, wo am Yamuna-Ufer die berühmte Kuppel mit den vier Minaretten aufragt, grünen noch Gärten und Buschwald. In der Nachbarschaft liegen auch die meisten Hotels.
Agra wurde zwar schon 1131 von den Muslimen erobert, erhielt aber erst geschichtliche Bedeutung, als der Lodi-Herrscher Sikander um 1500 südlich der Stadt die Residenz Sikandra gründete. Hier steht der prächtige Grabbau Akbars, dem Agra 1566 die Erhebung in den Hauptstadtrang verdankte. Doch nach 1638 verlegte Shah Jahan das Machtzentrum des Mogulreichs zurück nach Delhi. Mit dem Taj Mahal und dem Roten Fort hinterließ er in Agra kostbare Baudenkmäler.
Ohne den Status einer Hauptstadt verlor Agra, das im 18. Jh. geplündert und 1803 von den Briten erobert wurde, seine politische Bedeutung. Heute ist die Stadt überaus lebendig und geschäftig. Man kauft in den vielen Läden nicht unbedingt billig, doch insbesondere die Edelsteinauswahl (Einlegearbeiten!) ist verlockend.
Bharatpur
Auf zur Vogel- und Wildpirsch (mit der Kamera) in den Keoladeo-Ghana National Park, den der Maharaja von Bharat im 19. Jh. selbst geschaffen hat. Kraniche, Störche, Adler und Hirsche, Antilopen, Hyänen, Wildkatzen. Ca. 50 km westlich
Delhi
Die Weltstadt mit über 8 Mio. Ew. zeigt viele Gesichter: Die Altstadt, täglich voll Menschen- und Wagengedränge, hat enge, gewundene Gassen, Basare, niedrige, abgenutzte Häuser zwischen dem Roten Fort und der New Delhi Station der Eisenbahn. Südwestlich schließt sich die großzügig geplante koloniale Neustadt New Delhi an, als deren Mittelpunkt der Connaught Place gedacht war. Von hier aus führen breite, elegante Alleen in alle Himmelsrichtungen, hier entstehen immer mehr Hochhäuser in Glas- und Stahlarchitektur, hier boomt das Geschäftsleben. Südlich davon dehnen sich das Regierungsviertel im kolonial-klassizistischen Stil, der Raj Path für Paraden, die breiten Boulevards, an denen noble Wohnvillen, diplomatische Vertretungen, Museen, Grünanlagen, üppige Hotels liegen.
Ein anderes Delhi reicht in die älteste indische Geschichte zurück: In die Ära der legendären Mahabharata-Heroen gehören die Siedlungsspuren der Fort-Ruinen von Purana Quila, der ältesten Stadt am Platze, östlich vom heutigen New Delhi. Fast alle Herrscher der wechselvollen indischen Geschichte hatten in Delhi, an der Pforte zur Gangesebene, ihren Auftritt. Archäologen fanden auch eine Inschrift Kaiser Ashokas (um 270 v. Chr.). Seit dem 12. Jh. entfalteten in Delhi islamische Eroberer ihre Macht, zuerst die der »Sklavendynastie«. Sie errichteten in ihrer Stadt Lal Kot eine große Moschee in »Beutearchitektur« mit den Bauteilen zerstörter Hindu-Tempel, heute 13 km südlich von Delhis Stadtzentrum gelegen. Ihre Siegessäule Qutb Minar ist noch heute ein Wahrzeichen von Delhi. Muslimische Herrscher, die aus Turkvölkern stammten, folgten der Sklavendynastie. Ende des 14. Jhs. eroberte der Mongole Timur Lenk die Stadt, im 15. Jh. hatten afghanische Herren die Oberhand. Schließlich brach 1526, als der Mongole Babur den damaligen Sultan besiegte, die 300 Jahre währende Ära der Mogulkaiser an. Von ihnen stammt der Glanz des Roten Forts, der Freitagsmoschee (Jama Masjid) und der palastähnlichen Grabbauten.
Delhi war ein Zentrum des Aufstands gegen britische Kolonialherrschaft während der so genannten Mutiny von 1857. Delhi wählten sich die Briten 1911 statt Calcutta als Hauptstadt ihrer größten Kolonie. Sie ließen die breiten Alleen von New Delhi pflanzen, die in der smoggeplagten Stadt bis heute für etwas frische Luft sorgen. In die von britischen Architekten entworfenen, teils vom Mogulstil inspirierten Regierungsbauten zog die politische Elite Indiens ein, als das Land 1947 die Unabhängigkeit erreicht hatte. Fast ein Jahrtausend lang hatten die Menschen Nordindiens fremde Herren ertragen - aus Persien, Afghanistan und aus England.
In Delhi, das zur Hauptstadt der Indischen Union geworden war, fand Mahatma Gandhi den Tod. Den Lehrer der Gewaltlosigkeit (ahimsa) erschoss ein fanatischer Hindu am 30. Januar 1948 auf dem Weg zum Gebet.
In den letzten 50 Jahren ist Delhi rasant gewachsen. Theater, Konzertsäle, Kinos, Galerien, Diskos und Restaurants bieten immer neue Attraktionen. Im Zentrum legt sich die Stadt eine Skyline zu, zwei Metrolinien, eine in Ost-West-, eine in Nord-Süd-Richtung, befinden sich im Bau. Satellitenstädte wachsen, aber noch ist viel Raum in der Ebene um den Yamuna-Fluss und nach Westen, in Richtung Rajasthan.
Fatehpur Sikri
Kaiser Akbar hat die »Siegesstadt« 1569 als neue Residenz bauen lassen, nachdem die Weissagung des Sufiheiligen Salim Chisti, Akbar würde einen Sohn haben, sich erfüllte. Höhepunkte der Besichtigung sind das Buland Darwaza (Siegestor), die Große Moschee und dort die Grabhalle des Shaikh Salim Chisti, mit hinreißend schönen Wänden aus durchbrochenem Marmor, sowie mehrere Paläste und Pavillons. Nach Akbars Tod vermutlich wegen Wassermangels bald verlassen, ist Fatehpur Sikri heute ein großartiges Architekturdenkmal. 36 km westlich
Sikandra
Mausoleum Akbars des Großen: feierliche Mogul-Architektur in großzügigem Parkgelände, die Untergeschosse aus rotem Stein, Obergeschoss in harmonischer Marmorarbeit. Achtung: freche Affen! Etwa 10 km nordwestlich.
Leh
Zum Trekking braucht man keine amtlichen Permits und spart so Zeit. Sie sollten sich aber zwei bis drei Tage an die Höhe gewöhnen und natürlich mit bequemen Bergschuhen und warmer, dem Klima angepasster Kleidung ausrüsten. Achtung, die UV-Strahlung ist hier extrem hoch! Sonnenbrille, -creme und Kopfbedeckung sind unbedingt erforderlich.
Man kann zu den tibetischen Gompas wandern, den Klöstern des tantrischen Buddhismus, zu meditativen Gesängen und Bildern. Die Rinpoches, Äbte der Klöster, sind zugleich Lehrer, Ärzte und Richter. Die Klosterbauten faszinieren durch ihre Anlage an sehr steilen Felshängen. Die Freundlichkeit der Lamas ist bekannt. Sie zeigen gern ihre Gompas und Kunstwerke und freuen sich über Geldgaben.
Hemis Gompa
Eines der meistbesuchten und größten Klöster, Sitz des Rotmützenordens, mit Wandgemälden, einer berühmten Bibliothek, kostbar geschmückten Buddhaskulpturen. Abendbesuch am Shanti-Stupa mit schönem Ausblick und japanischer Trommelmusik. Übernachtungsmöglichkeit. 45 km südlich
Jaipur
Als Pink City ist Jaipur (1,8 Mio. Ew.) bekannt, als rosafarbene Stadt. Der Palast und andere offizielle Gebäude wurden schon seit dem Gründungsjahr 1727 aus dem einheimischen rötlichen Gestein errichtet. Die übrige Altstadt erstrahlt erst seit 1883 (da kam Kronprinz Edward zu Besuch) in rosigem Glanz der traditionellen Willkommensfarbe. 1948 sollten die alten Stadtmauern und die Arkadenstraßen modernen Bauten weichen. Doch Staatspräsident Nehru stoppte persönlich den Abriss. Selbst in Gassen und schmalen Passagen ist Platz für Teppich- und Juwelenhändler. Abseits der touristischen Einkaufspfade liegt im Südosten der ummauerten Stadt das Viertel, in dem die Elefanten hausen. Tagtäglich tragen die Tiere in Begleitung der mahouts (Führer) Touristen zum Amber-Palast bergan und wieder bergab.
Die Hauptstadt des Bundesstaats Rajasthan ist längst über ihr altes Mauergeviert hinausgewachsen, erfrischt mit großzügigen Avenuen und Parks, bietet Museen und fabelhafte Ausflugsziele. Jaipur ist außerdem berühmt für seine Palasthotels. Von Delhi aus ist die Stadt mit dem Shatabdi-Express in etwas über vier Stunden zu erreichen.
Shey
Shey war der Sommerpalast der Ladakh-Könige, dort wohnten die Königinnen, wenn sie ihre Kinder zur Welt brachten. Die kleine Sammlung von restaurierten Thangkas (tibetischen Andachtsbildern) ist sehenswert, besonders aber die 12 m hohe, vergoldete Buddha-Statue. 17 km südöstlich
Stok
Die Choglamsar-Hängebrücke führt zum Dorf und Palast Stok, einem verfallenden Bauwerk, von dessen 80 Räumen einige als Museum zugänglich, andere bewohnt sind. Unter den Erinnerungsstücken der Königsfamilie sind jahrhundertealte Thangkas und Peraks, juwelengeschmückte Hüte. Dahinter ein Gompa, in dem Masken und Wandgemälde zu sehen sind (Mai bis Okt. 10-17 Uhr). 17 km südwestlich
Tikse
Schon im 15. Jh. Sitz des Gelukpa-Ordens (Gelbmützen). Zwölfstöckiger Hauptbau, Wandgemälde und andere Kunstschätze. Dutzende von Mönchen wohnen noch hier, zelebrieren Gesänge und Kulthandlungen. Großartig ist der Blick hinab zum Oberlauf des Indus. 19 km südöstlich
Andretta
Keramikmuseum von Mansiran und Mary Singh und kleine Gemäldesammlung des Malers Sardar Sobha Singh. In dörflicher Idylle. 30 km nördlich
Baijnath
Vaidynatha-Tempel (Shiva-Tempel) aus dem 8. Jh. mit hervorragenden Skulpturen. Benachbart: Tashijong Gompa, ein Dorf und Tempel der Exil-Tibeter, mit Holzschnitzer-Werkstatt, sowie das Heritage-Hotel Taragarh Palace. Etwa 120 km nordöstlich
Pelling
Erholungsort in West-Sikkim mit hervorragendem Ausblick auf den Kanchenjunga (8586 m). Hubschrauberflüge zum dritthöchsten Berg der Erde werden vom Tourist Office in Gangtok angeboten. Nahe Pelling thront das Pemayangtse-Kloster (1705) über Bergwäldern. Es ist eines der ältesten und wichtigsten Klöster Sikkims. Im Obergeschoss ist ein hallenhohes Modell eines Götter- und Dämonen-Kosmos über der kleinen irdischen Welt zu sehen. Nach einer kurzen Wanderung können Sie auch die freigelegten Ruinen von Rabentse, der alten Hauptstadt, erreichen. Übernachtung im Mount Pandim Hotel mit Blick auf den Kanchenjunga. Reservieren (25 Zi., Tel. 03593/507 ca. 90 CHF). 110 km südwestlich (etwa 4 Autostunden)
Rumtek
An einem Berghang liegt das große Rumtek Gompa der aus Tibet geflohenen Schwarzhutmönche. Das Kloster wurde 1960 als Kopie ihres uralten Heimatschreines gebaut. 24 km südwestlich
Tsomgo-See
Hochgebirgssee in 3774 m Höhe. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel, ebenso wie der Natu-Pass an der chinesischen Grenze, den Sie erreichen, wenn Sie weiter auf der gleichen steilen Haarnadelkurvenstraße fahren. 40 bzw. 60 km östlich
Sarnath
Hier hat Buddha, nachdem er in Bodhgaya erleuchtet wurde, seine erste Predigt gehalten. Im 3. Jh. v. Chr. ließ Kaiser Ashoka Schrein, Stupa und seine Herrschaftssäule mit den vier Löwen errichten, die bewundernswert gut erhalten neben der geheiligten Stätte ihren Platz im Museum (Sa-Do 10-17 Uhr) gefunden hat. Die Ashoka-Säule ist Staatssymbol der Indischen Union. 10 km nördlich von Varanasi
Amritsar
Amritsar (800 000 Ew.) ist relativ wohlhabend wegen seiner fruchtbaren Äcker und Gärten, seines Reichtums an Früchten, Wolle und Gewürzen. Amritsar ist außerdem die heilige Stadt der Sikhs, deren Religion traditionell - aus dem Zwang zur Selbstbehauptung - kämpferisch ist. Sikhs stellen im Punjab die Mehrheit der Bevölkerung, sind engagiert und begabt für Organisation und Ordnung. Mit diesen Eigenschaften machten sie den Punjab zu einem reichen Land. Dass Frömmigkeit hier Lebensgenuss und Liebe zur Schönheit nicht ausschließt, sieht man den Straßen und Häusern, den Tempeln, Moscheen, Parks und Gärten der Stadt heute wieder an.
Mindestens einmal im Leben sucht jeder Sikh den Goldenen Tempel auf. Dieser Tempel ist heute ein Ort himmlischen Friedens. Doch 1984 hatten Sikh-Separatissten, die für Autonomie des Punjab kämpften, den Tempel besetzt, worauf ihn die indische Regierung unter Einsatz schwerer Panzer stürmen ließ. Die Schäden von damals sind inzwischen beseitigt.
Sehenswürdigkeiten im Norden
- Chandigarh - Capital Complex: Funktionale Regierungsgebäude des französischen Architekten Le Corbusier in Chandigarh
- Taj Mahal -Das grandiose Grabmal der Kaiserin Mumtaz-i-Mahal in Agra
- Goldener Tempel - Amritsar im Punjab bewahrt das schönste Heiligtum der Sikhs
- Ananda Hotel - Hoch überm Ganges: Heritage-Hotel vom Allerfeinsten
- Khajuraho - Erotische Tempelskulpturen, die der muslimischen Zerstörung entgingen
- Fatehpur Sikri - Kaiser Akbars Siegesstadt
- Stupa -Steinerne Halbkugel in Sanchi, umschlossen von den Reliefs, die Buddhas Leben erzählen
- Rotes Fort (Lal Qila) - Die Burg der Mogulkaiser in Delhi
- Bara Imambara -Riesiges Grabmal in Lucknow, erbaut für einen muslimischen Heiligen
- National Museum - Für Kunstfreunde ein Muss in Delhi
Feste
In Nordindien gibt es viele Feste. Die wichtigsten Termine, die Sie sich merken sollten:
- Januar: Delhi, Jahrestag der Republik: 26. Januar.
- Februar - März: Holi: "Fest der Farben" Frühlingsfeier
- Juli - August: Sehenswertes „Teej-Fest“ in Jaipur. Unabhängigkeitstag, 15. August, Delhi.
- September - Oktober: Diwali und Dusserah: Landesweite, riesige und prunkvolle Feste.
- November: Pushkar: Einmaliges Wüstenfest.
National- und Wildparks
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